Pakt für den Sport

Am 20.06.2009 unterzeichneten Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und der Vorsitzende des Stadtsportbundes Heinz-Helmich van Schewick den Pakt für den Sport im Alten Rathaus. Der Pakt baut auf der 2002 zwischem dem LandesSportBund und der Landesregierung getroffenen Vereinbarung zur Sporförderung auf.

Der Stadtsportbund und die Stadt Bonn erklären sich mit dem Pakt bereit, künftig gemeinsam den Sport zu unterstützen und zu fördern.

Präambel

Die Bundesstadt und der Stadtsportbund Bonn mit seinen Mitgliedsvereinen beziehen sich auf die zwischen der Landesregierung und dem LandesSportBund am 22.01.2002 getroffene Vereinbarung zur Sportförderung und fixieren in einer verbindlichen Erklärung einen „Pakt für den Sport in Bonn“.

Zielsetzung dieses Paktes ist, die Sportentwicklung in Bonn als integralen Bestandteil der Stadtentwicklung weiterhin zu fördern. Dabei wird anerkannt, dass die finanzielle Förderung von Maßnahmen und Projekten durch die Stadt dem „Haushaltsvorbehalt“ unterliegt.

Perspektiven der Sportpolitik

Rat und Verwaltung der Bundesstadt Bonn und der Stadtsportbund Bonn e.V. mit seinen Mitgliedsvereinen
erklären auf der Basis vertrauensvoller Zusammenarbeit, den Sport weiter zu unterstützen und zu fördern. Sie setzen gemeinsam Impulse, planen die Aufgabenschwerpunkte für die kommenden Jahre und schaffen somit die Plattform für eine zukunftsorientierte Sportentwicklung in Bonn. Rat und Verwaltung wahren dabei die Autonomie des Sports. Der Stadtsportbund Bonn e.V. beteiligt sich an der Gestaltung der Richtlinien für die Sportförderung der Bundesstadt Bonn. Auftretende Zielkonflikte zwischen Stadtentwicklung und Sport werden einvernehmlich und zeitnah gelöst.


Zwei Mitglieder des Stadtsportbundes Bonn e.V. gehören als sachkundige Berater dem Sportausschuss an. Es wird geprüft, ob Vertreter des Stadtsportbundes in weiteren Ausschüssen des Rates der Bundesstadt Bonn sowie in den  Ausschüssen der kommunalen Gesundheitskonferenz beratend mitwirken können. Es werden vernetzte Strukturen geschaffen, in denen die Stadt, der Stadtsportbund, die Fachverbände, der Ausschuss für den Schulsport,  Kindertageseinrichtungen, Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit sowie des Gesundheitswesens koordiniert  zusammenarbeiten.

Sportstätten

Neben notwendig erscheinender Weiterentwicklungen sind vorhandene Sportstätten im Bedarfsfall den veränderten sozialen und sportlichen Bedürfnissen anzupassen und zu modernisieren. Sportvereine, die über eine Übernahme von Sportstätten und/oder den Bau eigener Sportstätten nachdenken, werden unterstützt.

Schulsport

Die Zusammenarbeit von Schulen und den Mitgliedsvereinen des Stadtsportbundes in Bonn ist partnerschaftlich. Sie beinhaltet auch die Einbeziehung von Vereinsangeboten bei der Gestaltung des kompensatorischen
Sportunterrichts. Die Bundesstadt Bonn regt bei den Trägern der OGS an, Angebote der Mitgliedsvereine des Stadtsportbundes innerhalb der Arbeitsgemeinschaften an Offenen Ganztagsschulen
zu berücksichtigen.

Sport im Kindes- und Jugendalter

Da der Zugang zum Sport im Kindes- und Jugendalter geprägt wird und die gesundheitliche Bedeutung des Sports, des Spiels und der Bewegung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einen  entscheidenden Stellenwert hat, besteht die Notwendigkeit des vernetzten, koordinierten Zusammenwirkens aller Einfluss nehmenden Bereiche und Verantwortlichen. Speziell die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt hat deshalb einen hohen Stellenwert. Der Stadtsportbund unterstützt die Sportverwaltung bei der Realisierung des „Bonner Modells der Sport- und Bewegungsförderung“.

Förderung des Ehrenamtes

Ehrenamtliche Tätigkeit ist im organisierten Sport von herausgehobener Bedeutung. Erst sie ermöglicht in den Mitgliedsvereinen des Stadtsportbundes das breite Angebot für die Bürger unserer Stadt in allen Altersgruppen. Eine besondere Förderung soll das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen im Sport erfahren. Zur Sicherung, Stärkung und Auszeichnung des Ehrenamtes in den Sportvereinen verleiht die Bundesstadt Bonn unter Mitwirkung des Stadtsportbundes jährlich den „Ehrenpreis Bonner Sport“ an verdiente Persönlichkeiten.

Qualifizierung im Bereich Sport

Von zentraler Bedeutung für die Sicherung des Sports in der Stadt ist die kontinuierliche Qualifizierung der in den Sportvereinen Verantwortlichen, insbesondere der Übungsleiterinnen und Übungsleiter.

Sportangebote

Die Attraktivität und Vielfältigkeit der Sportangebote werden so gestaltet sein, dass möglichst viele Zielgruppen erreicht werden. Insbesondere die Mitgliedsvereine des Stadtsportbundes werden  gesundheitsorientierte Angebote bzw. Sportmöglichkeiten für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, Mädchen und Frauen, Angehörige unterschiedlicher Kulturen und Religionen sowie Menschen mit gesundheitlichen  Beeinträchtigungen zur Verfügung stellen.


Die Entwicklung und Gestaltung der Sportangebote wird verstärkt auf der Grundlage von Qualitätsmanagement- und Sportmarketingstrategien weiter betrieben. Voraussetzung hierzu sollten regelmäßige Analysen zum Sportverhalten der Bürgerinnen und Bürger in unserer Region sein. Besonders sollten hierbei die Erfahrungen der Sportverbände gehört werden.


Bonn, den 20. Juni 2009