Globale Verantwortung & eine Welt

Global verantwortungsvolles Handeln setzt sich für menschenwürdiges Leben auf der gesamten Welt ein, unabhängig vom Lebensort der Menschen. Produkte aus allen Winkeln der Welt kommen nach Europa, so dass auch Kommunen, Unternehmen oder Sportvereine mit der Frage konfrontiert sind, unter welchen Umständen die benötigten Artikel produziert wurden.

  • Wie nachhaltig war die Herstellung?
  • Wieviel Umweltbelastung ging damit einher?
  • Wie sind die Arbeitsbedingungen der Produzent*innen?

Mit der richtigen Wahl können auch Sportler*innen und Vereine zu einer nachhaltigen Entwicklung an fernen Orten beitragen.

Ziele

Die vielfältigen Akteur*innen des Bonner Sports wollen sich zukunftsfähig aufstellen, auch mit einem starken Akzent auf global gerechtes Handeln. So soll bei der Beschaffung von Produkten auf eine faire nachhaltige Herstellung geachtet und Lebensmittel bevorzugt regional und saisonal eingekauft werden.

Nachhaltiger Konsum/ Verpflegung

Im Vereinsleben dreht es sich oft um Essen und Trinken – ob nach dem Training, bei Vereinsfesten oder bei Wettkämpfen. Hier haben auch Sportler*innen großen Einfluss, denn Getränke und Nahrungsmittel lassen sich inzwischen in einer großen Auswahl nach öko-fairen Kriterien beschaffen – sie belasten die Umwelt weniger, weil zum Beispiel geringerer Pestizidmengen ausgebracht werden und sie sind auf sozialer Ebene nachhaltiger, weil ein höherer Verdienst im Fairen Handel unter anderem den Eltern erlaubt, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Nachhaltige Sportartikel / Sportkleidung

Die Textilindustrie hat sich generell zu einem der größten Klimasünder weltweit entwickelt. Und es handelt sich um einen Sektor, in dem die Rechte der Arbeitnehmer*innen zumeist missachtet werden und die Löhne sich unterhalb des Existenzminimums bewegen. Auch hier können Sportler*innen Einsatz zeigen: mit Funktionskleidung aus recycelten Fasern beispielsweise oder aus Merino-Wolle (Achtung, nur tierfreundliche mulesingfreie Wolle verwenden!)

Sportbälle

Insbesondere Fußbälle werden zum Großteil in Pakistan überwiegend in Handarbeit produziert, mehr als 40 Millionen jährlich.  Näherinnen und Näher arbeiten häufig unter ausbeuterischen Bedingungen: Sie verdienen oft nur einen Bruchteil des Mindestlohns, es gibt oft lange Überstunden und nicht selten müssen die Kinder mitarbeiten. Auch hier gibt es inzwischen Alternativen: Sportbälle mit dem Fairtrade-Siegel.

Aktionstipps

Nachhaltiger Konsum / Verpflegung

  • Informieren Sie Ihre Mitglieder über nachhaltigen Konsum und verankern Sie das Bewusstsein für globale Verantwortung im Verein.
  • Kaufen Sie bevorzugt nachhaltige Sportbekleidung und Sportgeräte
  • Informieren Sie sich über Möglichkeiten nachhaltiger Pokale und Trophäen, z.B. Medaillen aus Holz.
  • Beim Einkauf von Lebensmittel achten Sie vermehrt auf regionale, saisonale, Bio- und Fairtrade-Produkte z.B. bei Obst und Gemüse, bei Kaffee und Säften.
  • Berücksichtigen Sie das Thema Nachhaltigkeit bei der Verpflegung bei Sportveranstaltungen.
  • Geben Sie möglichst Leitungswasser als Alternative zu ab­gefülltem Wasser aus. Leitungswasser ist kostengünstig und ein sehr gut kontrolliertes Lebensmittel. Es fallen auch keine Transportwege an.
  • Mieten oder kaufen Sie Wasserspender zum Nachfüllen. Es gibt sie entweder mit Anschluss an die Wasserleitung oder mit auswechselbarem Wassertank.
  • Wenn Sie sich für abgefülltes Mineralwasser entscheiden, bevorzugen Sie Mehrwegflaschen. Im Gegensatz zu Einweg­flaschen, die nach einmaligem Gebrauch recycelt werden, können Mehrwegflaschen bis zu 50-mal wieder befüllt werden.
  • Vermeiden Sie Abfall und reduzieren Sie den Wasserverbrauch beim Spülen, zum Beispiel durch Fingerfood.
  • Zeichnen Sie die Herkunft der Lebensmittel aus und nennen Sie die Anbieter.
  • Bieten Sie Essen in verschiedenen Portionsgrößen an und kalkulieren Sie bei Veranstaltungen realistisch, damit am Ende wenig übrigbleibt.
  • Falls doch viel übrig ist, verteilen Sie Reste an Gäste oder spenden Sie original Verpacktes an Foodsharing oder die Bonner Tafeln.

Nachhaltige Sportartikel / Sportkleidung

  • Veranstalten Sie Kleidertauschpartys oder Flohmärkte.
  • Eröffnen Sie eine vereinsinterne Sport-Leihbar oder nutzen Sie die Bonner Leihbar zum Austausch von Sport- und Spielmaterial.
  • Stellen Sie ein Tauschregal für Sportbekleidung auf.
  • Veröffentlichen Sie Beiträge zu umweltfreundlich hergestellter und fair gehandelter Kleidung in Vereinszeitungen oder in Ihrem Newsletter.
  • Legen Sie Informationsbroschüren zur Herstellung von Sportbekleidung aus.
  • Achten Sie darauf, dass die Kleidung möglichst umweltschonend und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde. Siegel bieten eine Orientierungs­hilfe.
  • Bevorzugen Sie beim Kauf – sofern es Ihre Sportart zulässt – Naturfasern wie Merinowolle (Achtung: nur mulesingfreie Wolle!).
  • Schaffen Sie neue Kleidung erst dann an, wenn es wirklich nötig ist.
  • Schauen Sie sich in Secondhandläden um – oft gibt es dort eine gute Auswahl an Sportbekleidung.
  • Geben Sie Ihre eigene Kleidung an Kleiderkammern weiter.
  • Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Nachhaltigen Warenkorbs beim Themenbereich Mode und Pflegeprodukte.

Sportbälle

  • Veröffentlichen Sie Beiträge zur Herstellungsweise von Bällen und fairem Handel in Ihrer Vereinszeitung oder im Newsletter.
  • Spielen Sie mit fair gehandelten Bällen und organisieren Sie ein Rahmenprogramm, um für das Thema fairer Handel zu sensibilisieren (Beispiele: Kinder-Fußball-WM und Faires Training).
  • Bieten Sie Schulungen zur Herstellung von Bällen für Trainer*innen an.
  • Achten Sie beim Kauf von Sportbällen auf Umweltkriterien und faire Herstellungsprozesse. Gütesiegel bieten eine Orientierungshilfe.

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